Leitfaden für mobile Siebanlagen für Unternehmen mit wechselnden Baustellen

Ein Bauunternehmer, der im Jahr auf drei oder vier verschiedenen Baustellen arbeitet, kann eine Siebanlage nicht wie eine Linie behandeln, die jahrelang im selben Steinbruch steht. Wird die Maschine bei jedem Auftrag abgebaut, transportiert und neu ausgerichtet, entscheiden Transportmaße, Aufbaureihenfolge und das Verhalten bei wechselndem Material ebenso über das Ergebnis wie die Kapazität. Dieser Leitfaden betrachtet die vier mobilen Siebmodelle von General Makina auf Einzelchassis – die Trockensiebanlagen GNR ME1650 und GNR ME2060 sowie die Wasch- und Siebanlagen GNR YM1240 und GNR YM1650 – aus Sicht eines Unternehmens, das von Baustelle zu Baustelle zieht: welches Modell zu welchem Material passt, was die technischen Daten aussagen, was vor der Abfahrt und bei der Ankunft zu prüfen ist und wie Siebdecks geplant werden.
Was ein wandernder Auftrag von der Siebanlage verlangt
Eine Fehlentscheidung bei einer stationären Anlage kostet einmal; im Wanderbetrieb wiederholt sich derselbe Fehler auf jeder neuen Baustelle. Beantworten Sie deshalb vor jeder Modelldiskussion drei Fragen schriftlich. Wie viel des Materials auf den kommenden Baustellen wird sauber sein, wie viel lehmig oder nass? Gibt es auf den Baustellen einen Netzanschluss, oder läuft überall ein Generator? Steht die Anlage hinter einem Brecher, oder wird sie per Radlader direkt mit natürlichem Sand und Kies beschickt?
Alle vier Modelle lösen zwei dieser Fragen von vornherein: Sie sind auf einem einzigen mobilen Chassis aufgebaut und können mit Netzstrom oder Generator betrieben werden. Eine Straßenbaustelle ohne Stromanschluss schließt die Anlage also nicht aus; der Generatorumfang muss nur im Angebot gleich mitbesprochen werden. Die eigentliche Trennlinie verläuft bei Material und Tonnage. Wie der Brecher selbst umgesetzt wird, ist eine eigene Entscheidung, die wir im Vergleich raupen- und radmobiler Brecher behandelt haben. Dieser Beitrag konzentriert sich auf die Siebseite hinter dem Brecher oder ganz ohne Brecher.
Trocken oder nass? Das Material entscheidet
Die mobile Trockensiebanlage GNR ME1650 und ihr größeres Schwestermodell ME2060 haben keine Wascheinheit. Trichter, Siebmaschine und Haldenbänder bilden die einfachste Lösung für sauberen, trockenen Sand und Kies: keine Wasserversorgung, kein Absetzbecken, kein Schlammmanagement. Enthält das Material jedoch Lehm oder viel Feuchtigkeit, haften Feinanteile am Siebbelag, die Maschen verstopfen und die Trennung bricht ein. Am Ende liegt Gestein auf Halde, das gesiebt aussieht, aber von der Beton- oder Asphaltvorgabe abgelehnt wird.
Die GNR YM1240 und die mobile Wasch- und Siebanlage GNR YM1650 tragen Waschsieb und Feinsandschnecke auf demselben Chassis. Während das Material unter Wasserdüsen gesiebt wird, werden Lehm und Schluff abgelöst; die Schnecke reibt den Feinsand, leitet das schluffhaltige Wasser über den Überlauf ab und trägt sauberen Sand aus. Der Preis dafür: Auf jeder Baustelle sind Wasserquelle und Abwasserführung einzurichten. Auch die Feuchte muss eingeplant werden: Am Schneckenaustrag liegt sie meist bei 15-30 %; wird trockenerer, haldenfähiger Sand verlangt, senken Hydrozyklon und Entwässerungssieb sie auf 8-20 %.

Schnelle Anzeichen auf der Baustelle, die Waschen verlangen
- Bildet das Material aus der Schaufel beim Zusammendrücken Klumpen und hinterlässt Schlamm in der Handfläche, läuft die Trockensiebung nicht effizient.
- Zeigt Sand aus dem Flussbett oder aus Lagen nahe dem Abraum Lehmbänder, muss er gewaschen werden.
- Bei staubigem, aber trockenem Material aus einer Brechlinie ist die Trockensiebung erste Wahl; ob der Staub die Produktvorgabe verletzt, entscheidet der Laborbefund.
- Die Lehmbelastung wird mit Methylenblau-Test (MBV) oder Sandäquivalent (SE) gemessen, nicht geschätzt.
Der heikle Punkt im Wanderbetrieb: Welches Material die nächste Baustelle liefert, wissen Sie heute vielleicht noch nicht. Besteht der Großteil Ihrer Aufträge aus sauberem Brechgut, ist ein Einstieg mit der ME-Serie sinnvoll. Arbeiten Sie regelmäßig mit Flussmaterial oder lehmigen Gruben, bringt der Versuch, verschmutztes Material trocken zu sieben, auf jeder Baustelle dasselbe Verstopfungsproblem zurück.
Kapazität und Aufgabegrenze: die Daten der vier Modelle
Die Tabelle zeigt die auf den Produktseiten veröffentlichten Daten; ein leeres Feld bedeutet, dass kein Wert veröffentlicht ist.
| Modell | Betriebsart | Kapazität | Max. Aufgabegröße | Abmessungen | Gewicht | Stromversorgung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| GNR ME1650 | Trockensiebung | 120-180 t/h | 0-100 mm | 3800 × 10800 × 4500 mm (Transport, BxLxH) | 18.000 kg | Generator oder Netz |
| GNR ME2060 | Trockensiebung, vollautomatisch | 200-350 t/h | 0-100 mm | 15 m × 4,10 m × 4,50 m (Anlagenabmessungen) | — | Generator oder Netz |
| GNR YM1240 | Waschsieb + Schnecke | 60-100 t/h | 0-100 mm | 4200 × 10800 × 4500 mm (Transport, BxLxH) | 18.000 kg | Netz oder Generator |
| GNR YM1650 | Waschsieb + Schnecke | 120-180 t/h | 0-100 mm | 4200 × 13600 × 4500 mm (Transport, BxLxH) | 21.000 kg | Netz oder Generator |
Erste Erkenntnis: Alle vier Modelle haben eine Aufgabegrenze von 0-100 mm. Diese Anlagen nehmen kein Sprenggut auf; sie stehen entweder hinter einem Brecher oder werden mit natürlichem Sand und Kies beschickt, der bereits in diesem Bereich liegt. Bei der ME2060 setzt der 100-mm-Trichter-Grizzly die Grenze physisch durch: Überkorn wird abgeleitet, bevor es das Sieb erreicht, und der Siebbelag bleibt geschützt.
Zweite Erkenntnis: Im selben Band von 120-180 t/h gibt es eine trockene (ME1650) und eine waschende (YM1650) Variante. Bei gleichem Tonnageziel können Sie je nach Material den Typ wechseln; wegen der Waschausrüstung ist die YM1650 die längere und schwerere Ladung. Die kompakte Wasch- und Siebanlage GNR YM1240 ist die kleinste Waschlösung; sie passt zu engen Baustellen und kleineren Tonnagen, ihre Transportlänge entspricht der ME1650.
Beim Lesen der Kapazität gilt: Die Werte beschreiben die Aufgabemenge, die die Anlage verarbeiten kann. Mehr Decks und kleinere Maschen senken den realen Durchsatz. Hypothetisches Beispiel: Eine Baustelle, die bei 10 Betriebsstunden täglich 1.500 Tonnen verarbeiten muss, braucht eine mittlere Aufgabe von 150 Tonnen pro Stunde. Das liegt im Band von ME1650 und YM1650, aber nahe an der Obergrenze. Verlangt derselbe Auftrag drei oder vier Produkte und feine Maschen, lässt das Band der ME2060 von 200-350 t/h mehr Reserve. Liegt die Zieltonnage in der Mitte des Anlagenbandes, verstopft die Anlage nicht, wenn sich das Material auf der neuen Baustelle ändert.
Transportmaße und Transportplanung
Im Wanderbetrieb ist der Transport der am häufigsten wiederholte Vorgang. ME1650 und YM1240 haben dieselbe Transportlänge von 10800 mm und eine Höhe von 4500 mm; sie unterscheiden sich in der Breite – 3800 mm bei der ME1650, 4200 mm bei der YM1240. Von den drei Modellen mit veröffentlichten Transportmaßen ist die YM1650 mit 13600 mm die längste. Für die ME2060 sind die Anlagenabmessungen veröffentlicht; bei ihrem Zweiachs-Chassis dient die Hinterachse zum Rangieren, was in engen Kurven auf der Baustelle hilft.
Vergleichen Sie diese Werte bei der Routenplanung mit Brückendurchfahrtshöhen, engen Ortsdurchfahrten und dem Baustellentor. Klären Sie gerade bei den 4200 mm breiten Waschmodellen vor der Abfahrt mit dem Spediteur, ob die Strecke eine Sondergenehmigung oder Begleitung erfordert; dieser Punkt verschiebt den Transportplan am häufigsten.
Bei Waschanlagen besteht die Lieferung nicht nur aus dem Chassis: Wasserpumpe, Schläuche, bei Bedarf Hydrozyklon und Entwässerungstechnik sowie der Generator müssen im selben Zeitplan laufen. Bei Trockenanlagen entscheidet der Platz, an dem sich die Haldenbänder ausklappen und die Halden liegen.
Ankunft auf der Baustelle: Checkliste und Aufbauschritte
Die Prüfungen in den ersten Stunden entscheiden über die Produktion der folgenden Wochen. Bereiten Sie die folgenden Punkte vor dem Versand vor und haken Sie sie bei Ankunft einzeln ab.
Checkliste bei Ankunft
- Untergrund: Ist die Stellfläche eben, verdichtet und auch bei Regen nicht schlammig? Steht das Chassis schief, verteilt sich das Material schlecht auf dem Sieb.
- Aufgabeseite: Ist klar, von welcher Seite Radlader oder Lkw an den Trichter fahren, und gibt es Rangierraum? Der 20-m³-Trichter der ME2060 kann direkt per Lkw oder Radlader beschickt werden.
- Haldenfläche: Ist an jedem Bandende genug Platz für das jeweilige Produkt, ohne dass Halden ineinanderlaufen?
- Strom: Sind Netzanschlusspunkt oder Generatorstandort, Kabelweg und Erdung vorbereitet?
- Wasser (YM-Serie): Sind Wasserquelle, Pumpe sowie Becken oder Aufbereitungspunkt für das Schluffwasser festgelegt?
- Siebbeläge: Passen die eingebauten Maschenweiten zu den Produkten dieser Baustelle, und sind Ersatzbeläge vor Ort?
- Probe: Wurde vor der ersten Aufgabe eine Rohmaterialprobe auf Lehmanteil und Körnung geprüft?
Aufbauschritte
- Anlage an die markierte Position fahren, von der Zugmaschine abkuppeln und das Chassis waagerecht ausrichten.
- Haldenbänder in Arbeitsstellung ausklappen und prüfen, ob die Bandenden über den Haldenplätzen liegen.
- Strom anschließen; bei der ME2060 werden in diesem Schritt lüftergekühlter Schaltschrank und Fernsteuerung in Betrieb genommen.
- Bei der YM-Serie die Wasserleitung anschließen und Düsenanordnung sowie Schneckenüberlauf prüfen.
- Anlage leer laufen lassen; Bandlauf beobachten und prüfen, ob das Sieb gleichmäßig schwingt.
- Mit geringer Aufgabe beginnen, erste Produkte beproben, Aufgabemenge oder Beläge bei Bedarf anpassen und dann auf volle Tonnage steigern.
Siebdecks und Fraktionsplanung
Wie viele Produkte eine mobile Siebanlage erzeugt, begrenzen ihre Decks: Ein Sieb mit n Decks liefert höchstens n+1 Fraktionen. Das Dreidecksieb der ME2060 mit 2000×6000 mm trennt das Rohmaterial in einem Durchgang in 4 Fraktionen und wird von einem 22-kW-Siebmotor angetrieben. Bei den anderen Modellen werden Maschenweiten und Körnungen bei der Bestellung nach dem Material festgelegt. Wer bei der Anfrage schriftlich angibt, welche Produkte verkauft werden, sorgt dafür, dass die Anlage mit den richtigen Belägen auf die Baustelle kommt.
Was ein zusätzliches Deck kostet
Ein Kapazitätsrückgang von etwa 10 % je weiterem Deck gilt als normal. Ein Auftrag mit vier Produkten läuft auf derselben Anlage mit geringerem Durchsatz als einer mit zwei. Außerdem sollte die Schichthöhe am Abwurfende das 3-4-fache der Maschenweite nicht überschreiten; sonst wandert Feinkorn oben ab, bevor es eine Masche erreicht, und landet im Grobprodukt. Praktisch heißt das: Die Aufgabemenge richtet sich nach dem Deck mit der kleinsten Maschenweite.
Fraktionen nach dem Absatz aufbauen
Im Wanderbetrieb hat jede Baustelle ihre eigene Vorgabe: Ein Straßenbauauftrag verlangt Tragschichtmaterial und bestimmte Splittkörnungen, während Material für ein Betonwerk separaten, sauberen Sand braucht. Legen Sie zuerst das wertvollste Produkt fest, dann die Nebenprodukte, die zwangsläufig mit anfallen. Für eine unverkäufliche Fraktion ein eigenes Deck zu öffnen, heißt den Kapazitätsverlust umsonst zu tragen; sie mit einer benachbarten Fraktion zusammenzulegen, ist oft wirtschaftlicher.
Bezug zur Schwingungsart des Siebes
Verstopfung ist nicht nur eine Frage des Waschens, auch die Siebbewegung spielt mit. Im Bereich Vibrationssiebe trennt das konventionelle Kreisschwingsieb gebrochene Gesteinskörnung auf 1-4 Decks; das Dreiwellensieb GNRTK verringert mit seinem verstellbaren Ovalhub das Zusetzen und hält die Leistung bei Grenzkorn und feuchtem Material; das Trommelsieb siebt lehmiges, nasses und klebriges Material ohne Verstopfen und kann mit optionaler Wasserbedüsung auch nass arbeiten. Mobil fällt die Entscheidung jedoch zwischen trocken (ME) und nass (YM).
Häufig gestellte Fragen
Kann dieselbe Anlage Brechgut und Flusssand sieben?
Ist das Brechgut trocken und sauber, siebt die ME-Serie es problemlos; trägt der Flusssand Lehm und Schluff, setzen sich die Maschen einer Trockenanlage zu und das Produkt wird nicht gereinigt. Wer regelmäßig mit beidem arbeitet, deckt mit der waschenden YM-Serie mehr ab, muss aber auf jeder Baustelle eine Wasserversorgung einrichten.
Kann eine mobile Siebanlage ohne Brecher arbeiten?
Ja, wenn das Material im Aufgabebereich von 0-100 mm liegt. Die ME1650 kann per Radladerschaufel oder per Band aus einer bestehenden Brech- und Siebanlage beschickt werden; in Gruben mit natürlichem Sand und Kies ist ein Brecher eventuell nicht nötig. Gröberes Material braucht zuerst eine Brechstufe.
Kann gewaschener Sand sofort auf Halde und in den Verkauf?
Am Schneckenaustrag liegt die Feuchte meist bei 15-30 %. Wird trockenerer Sand für Mörtel- und Betonrezepturen benötigt, senken Hydrozyklon und Entwässerungssieb die Feuchte auf 8-20 %. Welche Kette nötig ist, hängt davon ab, an wen und nach welcher Vorgabe Sie den Sand verkaufen.
Was bestimmt den Preis einer mobilen Siebanlage?
Modell und Kapazitätsband, Trocken- oder Waschausrüstung, Anzahl der Decks und Wahl der Siebbeläge, Zusatzausrüstung wie Hydrozyklon und Entwässerung sowie der Generatorumfang. Den genauen Betrag nennt das Angebot, das auf Basis Ihrer Material- und Produktdaten erstellt wird.
Fazit: erst Material, dann Tonnage, dann Transport
Bei häufig umgesetzten Aufträgen lautet die richtige Reihenfolge: zuerst das Material (trocken oder lehmig), dann Tonnage und Produktzahl, zuletzt Transportmaße sowie Wasser und Strom vor Ort. Für sauberes Material ist die ME1650 vorn, für hohe Tonnage und viele Produkte die ME2060, für lehmiges und nasses Material die YM1240 oder YM1650. Die gesamte Baureihe finden Sie auf der Seite mobile Wasch- und Siebanlagen. General Makina baut seit 1976 Brech-, Sieb- und Waschtechnik; unsere Anlagen haben 1 Jahr Garantie. Senden Sie uns Materialprobe, Zielprodukte und die Liste Ihrer nächsten Baustellen über unsere Kontaktseite, und wir erstellen Ihr Angebot auf dieser Grundlage.
Definitionen technischer Begriffe: Glossar




