Leitfaden Brechanlage: Definition, Brechstufen und Einsatzgebiete

Brech- und Siebmaschinen, die große Steine und Felsblöcke in kleine Stücke zerlegen, werden allgemein als Brecher bezeichnet. Der Begriff steht auch für die gesamte Anlage, die Gestein oder Erz bricht, siebt und wäscht. Solche Anlagen zerkleinern vor allem das grobe Material aus dem Steinbruch und bringen es in eine Form, die Straßen- und Hochbau verwenden können.

Eine Brechanlage ist keine einzelne Maschine, sondern eine Kette von Stufen, die einander beschicken. Der Aufgeber gibt das Haufwerk gleichmäßig in die Linie, der Vorbrecher übernimmt die erste Zerkleinerung der großen Stücke, Sekundär- und Tertiärbrecher bringen das Material in den Zielkornbereich, und das Sieb trennt das Produkt in seine Fraktionen.
Wo die Anlage eingesetzt wird, hängt von der erzeugten Fraktion ab.
Der Straßenbau braucht Schütt- und Tragschichtmaterial, die Betonherstellung Zuschlag in festgelegten Bereichen sowie Brechsand, Bahnprojekte Gleisschotter. Ob all diese Produkte aus demselben Steinbruch gewonnen werden können, hängt weitgehend davon ab, wie die Siebstufe ausgelegt ist.
Im Bergbau ist die Erwartung eine andere. Ziel ist dort nicht verkaufsfähiger Zuschlag, sondern Erz auf eine für die Aufbereitung geeignete Größe zu bringen; deshalb zählt eine enge Korngrößenverteilung mehr als die Kornform.
Zu den wichtigsten Einsatzgebieten von Brechanlagen gehören:
- Brech- und Siebanlagen im Bergbau sowie Erzaufbereitung
- Steinbrech- und Zuschlagstoffanlagen
- Stadterneuerung und Recycling von Abbruchabfällen
- Infrastrukturarbeiten, Industriegebiete und Ausbau zu Schnellstraßen
- Hochgeschwindigkeitsbahn, U-Bahn, Erdgaspipelines sowie Wasser- und Kanalprojekte
- Bau von Wasser- und Windkraftwerken
- Brechen von Tunnel- und Aushubmaterial; Verwertung von Marmor-, Fliesen- und Betonabfällen
Definitionen technischer Begriffe: Glossar




