Brecher mieten oder kaufen kurzes Projekt: die Entscheidung

Die Frage lautet Auslastung, nicht Preis
Bauleiter halten ihre erste Entscheidung meist für eine Maschinenauswahl, tatsächlich geht es um die Eigentumsfrage. Die Frage Brecher mieten oder kaufen kurzes Projekt beantwortet kein Vergleich zwischen Mietrate und Kaufpreis. Entscheidend ist der Anteil der verfügbaren Arbeitstage, an denen die Einheit wirklich produziert. Die Fixkosten des Eigentums laufen unabhängig davon weiter, und auf wenige Produktionsstunden verteilt treiben sie die Kosten je Tonne schnell nach oben.
Bei der Miete ist es umgekehrt: Bezahlt wird die Nutzungsdauer, und verlässt die Maschine die Baustelle, endet der Aufwand. Deshalb sprechen kurze, einmalige oder saisonale Einsätze meist für Miete, dauerhafte Einsätze mit hoher Menge dagegen für Eigentum.
Die Auslastungsschwelle
Als verbreiteter Branchenmaßstab gilt: Wird ein Gerät an mehr als 60 bis 70 Prozent der verfügbaren Arbeitstage eingesetzt, ist der Kauf in der Regel günstiger als die Miete. Das entspricht ungefähr 150 bis 180 Arbeitstagen im Jahr. Unterhalb dieser Schwelle tragen zu wenige Stunden die festen Kosten.
| Jährliche Auslastung | Ungefähre Arbeitstage | Bevorzugter Weg | Begründung |
|---|---|---|---|
| Unter 60 Prozent | Weniger als 150 Tage | Miete | Fixkosten verteilen sich dünn, Stundenkosten steigen |
| 60 bis 70 Prozent | 150 bis 180 Tage | Entscheidungsband | Restliche Positionen und Auftragslage geben den Ausschlag |
| Über 70 Prozent | Mehr als 180 Tage | Kauf | Hohe Nutzung trägt die Fixkosten, Vermögen entsteht |
Die Schwelle ist ein Ausgangspunkt, kein Urteil. Wer nur ein Projekt hat und die Maschine danach stillstehen lässt, sieht die gute Auslastung des ersten Jahres im zweiten einbrechen. Gerechnet wird deshalb über die gesamte Haltedauer, nicht über die Projektlaufzeit.
Kern- und Flexflotte
Erfahrene Unternehmen legen sich nicht auf einen Weg fest. Geräte, die täglich oder wöchentlich laufen und über der Schwelle liegen, gehören zur Kernflotte und werden gekauft. Was für Saisonspitzen, ungewöhnliche Körnungen oder einen einzelnen Auftrag gebraucht wird, wird gemietet. So bindet außerhalb der Saison kein Kapital in stehenden Maschinen.
Brecher mieten oder kaufen kurzes Projekt: Den Vergleich sauber aufsetzen
Die Mietrate ist eine Position, Eigentum dagegen eine Summe vieler Positionen. Fair wird der Vergleich nur bei gleichem Leistungsumfang auf beiden Seiten.
| Position | Bei Miete | Bei Eigentum |
|---|---|---|
| Kapitalbindung | Keine, Zahlung folgt der Nutzungsdauer | Barmittel oder Finanzierung samt entgangener Alternativnutzung |
| Wertverlust | Beim Vermieter | Bei Ihnen, am stärksten in der Anfangszeit |
| Planwartung und Reparatur | Meist vertraglich geregelt | Jährliche Budgetposition, bezogen auf den Kaufpreis |
| Verschleißteile | Vertragsabhängig, muss schriftlich stehen | Vollständig bei Ihnen, einschließlich Lagerbestand |
| Versicherung und Objektschutz | Überwiegend beim Vermieter | Als jährlicher Aufwand hinzuzurechnen |
| Transport und Mobilisierung | Je Projekt zu zahlen | Mit eigenem Gerät, dennoch echte Kosten |
| Stillstandszeiten | Kosten enden | Kosten laufen weiter |
| Restwert | Nicht vorhanden | Fließt am Ende der Haltedauer zurück |
Für Wartung und Reparatur wird häufig mit jährlich etwa 8 bis 15 Prozent des Kaufpreises geplant. Bei abrasivem Gestein ist das obere Ende dieser Spanne realistisch. Fehlt diese Position in der Eigentumsspalte, erscheint die Miete zu Unrecht teuer. Wer die stündlichen Betriebspositionen einzeln eingeben möchte, findet im Betriebskostenrechner den passenden Rahmen.
Den Break-even bilden
Drei Eingaben genügen: Projektdauer, Zielmenge und realistischer Stundendurchsatz. Die Menge geteilt durch den Durchsatz ergibt die nötigen Betriebsstunden, geteilt durch den Schichtplan die tatsächlichen Arbeitstage. Ins Verhältnis zu den verfügbaren Arbeitstagen gesetzt entsteht daraus die Auslastung.
- Gesamtmenge des Projekts und Lieferplan festhalten.
- Realistischen Stundendurchsatz für Ihr Material ansetzen, nicht den Katalogwert.
- Erforderliche Betriebsstunden und Arbeitstage berechnen.
- Folgeaufträge nach diesem Projekt auflisten; gibt es keine, null eintragen.
- Auslastung über die gesamte Haltedauer ermitteln und mit der Schwelle vergleichen.
- Wertverlust, Wartung, Versicherung, Verschleiß und Mobilisierung addieren, Restwert abziehen.
Diese sechs Schritte ersetzen das Bauchgefühl durch eine Zahl. Liegen beide Summen nahe beieinander, entscheiden Flexibilität und Liquidität, und bei kurzen Einsätzen spricht Flexibilität meist für die Miete.
Fragen vor der Unterschrift
Was gehört in den Mietvertrag?
Zuordnung der Verschleißteile, Zuständigkeit für die Planwartung, Reaktionszeit im Störfall, Umfang von Transport und Mobilisierung sowie die Stunden- oder Tagesgrenze der Nutzung. Bleiben diese fünf Punkte offen, wirkt die Rate irreführend niedrig.
Lohnt Mieten vor dem Kauf?
Ja. Wer dieselbe Maschine vorher mit eigenem Material und eigener Mannschaft fährt, gewinnt belastbare Daten zu Durchsatz und Verschleiß. Diese Daten tragen die spätere Kaufentscheidung besser als jedes Datenblatt.
Wird Miete bei Bauzeitverlängerung teuer?
Ja, deshalb genügt ein einziges Szenario nicht. Rechnen Sie eine verlängerte Laufzeit gesondert und bestimmen Sie den Monat, in dem die Auslastung die Schwelle überschreitet. Häufig lässt sich eine bis dahin gültige Kaufoption vertraglich vereinbaren.
Zahlen gemeinsam aufstellen
Senden Sie Projektmenge, Lieferplan und Materialtyp. Sie erhalten realistischen Stundendurchsatz, erforderliche Arbeitstage und Auslastung sowie eine Gegenüberstellung beider Wege im gleichen Umfang für Ihre Baustelle.
Definitionen technischer Begriffe: Glossar




