Fördergurt Sicherheit und Einzugstellen Schutz

Warum Fördergurt Sicherheit und Einzugstellen Schutz zuerst kommen
In einer Brech- und Siebanlage verläuft die längste Gehstrecke entlang der Gurtbänder. Ein Brechergehäuse ist ein geschlossenes Volumen, auf einem Siebdeck steht niemand, aber die Gurtstrecke geht jede Schicht jemand ab: Lauf prüfen, Verschüttetes aufnehmen, Rollen abhören. Fördergurt Sicherheit und Einzugstellen Schutz stehen deshalb ganz oben auf jeder Liste von Schutzeinrichtungen. Die Gefahr liegt nicht im Gurt selbst, sondern dort, wo der Gurt auf eine Trommel oder Rolle aufläuft, im sich verengenden Spalt, in dem sich zwei Flächen aufeinander zubewegen.
Dieser Spalt zieht eine Hand oder eine Ärmelkante ein und gibt nicht wieder frei, was hineingerät. Auch wenn die Gurtgeschwindigkeit langsam wirkt, lässt sich die schließende Bewegung nicht anhalten; Verhaltensschulung allein genügt daher nie, es braucht eine körperliche Barriere.
Einzugstellen entlang der Gurtstrecke
Für einen Schutzplan wird die Gurtstrecke von Anfang bis Ende abgegangen und jeder sich verengende Spalt erfasst. Die folgende Liste sammelt die Zonen fest installierter Gurtförderer für Schüttgut.
| Zone | Gefahr | Schutzlösung | Prüfpunkt bei der Kontrolle |
|---|---|---|---|
| Antriebstrommel | Schließender Spalt am Auflaufen des Gurtes | Feststehender Schutz über Spalt und Trommelseite | Dass der Schutz nur mit Werkzeug abgeht |
| Umkehr- und Spanntrommel | Schließender Spalt am Aufgabeende, Spannweg | Feststehender Schutz und Umschließung der Spannzone | Dass niemand unter dem Spanngewicht stehen kann |
| Tragrollen | Winkel, in dem der Gurt in die Rolle einläuft | Schutz, der den seitlichen Zugriff abschneidet | Dass der Spalt keinen Finger durchlässt |
| Rücklaufrollen und Untergurt | Erfassen beim Reinigen des Untergurts | Umschließung mit verriegelter Klappe | Dass die Strecke bei offener Klappe nicht läuft |
| Abstreifer und Reinigungszone | Hand zwischen Abstreifer und Gurt | Abstreifergehäuse mit äußerem Verstellzugang | Dass die Verstellung bei stehendem Gurt möglich ist |
| Keilriemenantrieb | Erfassen zwischen Riemen und Scheibe | Vollständig geschlossener Antriebsschutz | Dass Lüftungsöffnungen keinen Zugriff geben |
| Übergabeschurre | Nähe zum Materialstrom und zur Trommel | Schurrenumschließung mit Sichtfenster | Dass Verstopfungen bei stehender Strecke gelöst werden |
| Steigender Gurt | Zurücklaufen des beladenen Gurtes beim Halten | Einrichtung gegen Rücklauf | Dass der Gurt vor der Wartung entleert wird |
| Übergang über den Gurt | Übersteigen des laufenden Gurtes | Übergangsbrücke mit Geländer oder Unterführung | Dass der Übergang auf dem Verkehrsweg liegt |
Eine Schutzeinrichtung hat genau eine Aufgabe
Der etablierte Gestaltungsgrundsatz für Schutzeinrichtungen ist klar: Der Schutz wird so geformt, dass der Zugriff von oben, unten, seitlich und hindurch unterbrochen ist, er lässt sich ohne Werkzeug nicht entfernen und schafft selbst keine neue Gefahr. Eine Klappe aus dünnem Blech mit scharfen Kanten, die unter Druck nachgibt, ist kein Schutz, sondern ein zusätzliches Risiko. Ebenso ein Schutz, der abgenommen und nie wieder montiert wird; deshalb gehört die tatsächliche Wartbarkeit zur Schutzgestaltung und nicht in eine getrennte Betrachtung.
Abstand ist ebenfalls eine Form von Schutz. Ein bewegtes Teil, das weit genug von Verkehrs- und Arbeitsflächen entfernt liegt, kann durch seine Lage als geschützt gelten. Die Behauptung "weit genug" muss aber gemessen und festgehalten werden; sobald daneben ein Gerüst steht oder Material angeschüttet wird, ist dasselbe Teil erreichbar und der Schutz verschwunden.
Die Regel des stehenden Gurtes
Die meisten schweren Gurtverletzungen entstehen bei ganz gewöhnlicher Arbeit: Gurt reinigen, Verstopfung lösen, Lauf einstellen. Die Regel ist ein Satz und kennt keine Ausnahme: Reinigen, Freimachen und Einstellen erfolgen nicht bei laufendem Gurt. Ihre Umsetzung erfordert mehr als einen Satz. Die Strecke wird angehalten, jede Energiequelle getrennt und verriegelt, danach wird gespeicherte Energie behandelt, denn Gurtspannung und das Gewicht eines beladenen Gurtes in der Steigung sind ebenfalls Energiequellen. Nach dem Verriegeln bestätigt ein Startversuch, dass die Trennung wirklich besteht. Das ist der Kern des etablierten Vorgehens gegen unerwarteten Anlauf, und elektrisches Trennen allein erfüllt es nicht.
Die über die Länge geführte Seilzug-Stoppeinrichtung ergänzt diese Ordnung: Sie wirkt durch eine einzige menschliche Handlung, hebt alle anderen Befehle auf und löst aus, ob das Seil gezogen, gerissen oder erschlafft ist. Ein Not-Halt ist jedoch kein Arbeitsverfahren und ersetzt die Trennung zur Wartung nicht.
Sicherheit aus dem Layout
Manche Risiken löst nicht der Schutz, sondern das Layout. Wo Gurte keine Verkehrswege queren, Übergabestellen von einer Bühne erreicht werden und das Spanngewicht in einem nicht begangenen Bereich liegt, sinkt die Zahl der Schutzeinrichtungen und die Wartung der übrigen wird leichter. Bei der Auswahl zählt diese Zugangsordnung so viel wie Gurtlänge und Steigung, weshalb eine Konfiguration von Bandförderern mit Blick auf die Trassenführung zu lesen ist. Die weiteren Sicherheitsthemen der Anlage sind unter Arbeitssicherheit gesammelt.
Checkliste zum Schichtbeginn
Sie sollte kurz und messbar sein: Sind alle Trommelschutze montiert und die Befestigungen vollständig; wurde der Seilzug von beiden Enden geprüft; sind die Geländer der Übergangsbrücke fest; sind die Klappen am Untergurt geschlossen; ist die Reinigung von Verschüttetem für stehenden Gurt eingeplant. Jede fehlende Position wird schriftlich festgehalten, bis sie erledigt ist.
Fragen
Soll der Gurt beim Abnehmen eines Schutzes stehen bleiben?
Klappen, die häufig geöffnet werden müssen, werden verriegelt ausgeführt, sodass Betrieb bei offener Klappe unmöglich ist. Wo selten geöffnet wird, genügt ein nur mit Werkzeug abnehmbarer feststehender Schutz.
Gelten dieselben Regeln in einer mobilen Anlage?
Die Art der Einzugstellen ist gleich. Der Unterschied ist, dass eine mobile Strecke auf jedem Gelände neu aufgebaut wird; für den Transport abgenommene und nie wieder montierte Schutze sind die häufigste Lücke.
Warum ist Schaufeln von Verschüttetem riskant?
Fängt sich das Schaufelblatt in einer drehenden Rolle oder gerät unter den Gurt, zieht es den Arm in die Bewegung. Die Reinigung des Untergurts erfolgt bei stehender Strecke mit geöffneter Klappe.
Definitionen technischer Begriffe: Glossar




