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Amortisationsdauer einer Brechanlage berechnen

29. August 2026
Amortisationsdauer einer Brechanlage richtig berechnen

Am Ende jeder Angebotsprüfung für eine Brech- und Siebanlage steht eine einzige Frage: nach wie vielen Jahren ist das gebundene Kapital zurück. Die Amortisationsdauer Brechanlage beantwortet sie in Zahlen und macht zwei Maschinengrößen, zwei Standorte oder Kauf gegen Fremdvergabe auf derselben Skala vergleichbar. Falsch aufgebaut rechtfertigt sie dagegen den teuersten aller Fehler: eine Anlage, deren Leistung nicht zum Standort passt.

Was die Amortisationsdauer Brechanlage tatsächlich misst

Die Amortisationsdauer ist der Zeitraum, den ein Projekt braucht, um sich aus dem selbst erwirtschafteten Zahlungsmittelzufluss zurückzuzahlen. Gemessen wird Cashflow, nicht Buchgewinn: Abschreibungen verzögern die Rückzahlung nicht, während ein im Voraus bezahltes Verschleißteilpaket das Konto sehr wohl verlässt.

Die Formel

Die einfache Amortisationsdauer ist das gesamte investierte Kapital geteilt durch den jährlichen Netto-Cashflow. Zum Investitionsbetrag gehören mehr als die Maschinenkosten: Transport, Baustellenvorbereitung, Betonfundamente, Elektroinfrastruktur oder Aggregat, Montage und Inbetriebnahme sowie das erste Ersatzteillager. Wer diese Positionen weglässt, rechnet die Dauer systematisch zu kurz.

Bestandteile des jährlichen Netto-Cashflows

Im Nenner steht die jährlich verkaufsfähige Tonnage multipliziert mit dem Deckungsbeitrag je Tonne. Der Deckungsbeitrag ist der Verkaufspreis abzüglich variabler Kosten: Energie, Verschleißteile, Öl und Filter, Bedien- und Instandhaltungspersonal, Ladertreibstoff und innerbetrieblicher Transport. Fixkosten wie Pacht, Versicherung und Verwaltung stehen in einer eigenen Zeile und werden vom Jahresdeckungsbeitrag abgezogen. Wer diese Aufschlüsselung Position für Position braucht, kann die Betriebskosten als Eingangsgröße für diesen Schritt verwenden.

Auslastung: die Größe, die die meisten Rechnungen kippt

Die Katalogleistung gilt, solange der Brechraum gefüllt ist und die Anlage läuft. Auf der Baustelle schneiden Wartungsstillstände, Beschickungslücken, Witterung, volle Halden und die Marktnachfrage diese Stunden weg. Die folgende Tabelle isoliert die Auslastung bei sonst konstanten Annahmen; die Werte sind keine absoluten Jahre, sondern Vielfache der Dauer bei neunzig Prozent Auslastung.

AuslastungsgradJahresmenge (indexiert)Amortisationsdauer (Basis = 1,00)
90 %1,001,00
75 %0,831,20
60 %0,671,50
45 %0,502,00
30 %0,333,00

Der Zusammenhang ist nicht linear, sondern umgekehrt proportional: halbe Auslastung bedeutet doppelte Dauer. Deshalb kann eine deutlich überdimensionierte Anlage technisch einwandfrei laufen und trotzdem finanziell langsam zurückkommen.

Maschinengröße und Jahrestonnage

Die folgende Tabelle rechnet die Katalogleistungen der mobilen Baureihe von General Makina in eine Jahresmenge um. Angenommen werden 2.000 geplante Stunden pro Jahr bei siebzig Prozent Auslastung, also 1.400 produktive Stunden; als Leistung wird die Mitte der jeweiligen Spanne verwendet.

ModellKatalogleistungMax. AufgabegrößeBeispielhafte Jahresmenge
General 64040-70 t/h500 mm77.000 t
General 80080-120 t/h600 mm140.000 t
General 950120-180 t/h800 mm210.000 t
General 03250-350 t/h900 mm420.000 t

Rechnen Sie diese Spalte mit Ihren eigenen Zahlen nach: Teilen Sie die geplante Jahrestonnage durch die Katalogleistung und Sie erhalten die benötigten Produktivstunden. Liegt das Ergebnis deutlich unter 1.400 Stunden, ist die Maschine zu groß gewählt; liegt es deutlich darüber, gehören eine zweite Schicht oder das nächstgrößere Modell in die Diskussion.

Drei Punkte, die die einfache Rechnung verschweigt

Erstens der Zeitwert des Geldes: Die einfache Rechnung setzt den Cashflow im fünften Jahr mit dem des ersten Jahres gleich, weshalb die diskontierte Amortisationsdauer stets länger ausfällt. Zweitens der Restwert; die Anlage ist am Tag der Amortisation kein Schrott, sondern hat einen Gebrauchtwert, der in der Entscheidung selten auftaucht. Drittens das Umlaufvermögen: Lager, Forderungen und Ersatzteile binden Geld, das in der Formel nicht sichtbar ist. Diese drei Punkte bilden die gemeinsame Grundlage aller weiteren Rechnungen zu Investition und Kosten.

Häufige Fragen

Welche Amortisationsdauer gilt als akzeptabel

Eine allgemeingültige Schwelle gibt es nicht. Die Dauer muss kürzer sein als die Reservenlaufzeit der Lagerstätte und als die Finanzierungslaufzeit; ein Vorkommen mit sieben Jahren Reserve trägt keine Investition, die sich erst nach neun Jahren zurückzahlt.

Warum rechnet man mobil und stationär unterschiedlich

Stationäre Anlagen erhöhen den Zähler um Fundamente, Bandbrücken und Elektroinfrastruktur. Mobile Anlagen verkleinern diese Positionen, verbrauchen aber Produktivstunden für Umsetzen sowie Auf- und Abbau und senken damit den Nenner.

Wie vergleicht man Miete und Kauf

Bei Miete gibt es praktisch kein investiertes Kapital, eine Amortisationsdauer lässt sich also nicht bilden; verglichen wird über die Gesamtkosten je Tonne. Ab einer bestimmten Jahresmenge wird der Kauf je Tonne günstiger, und dieser Schwellenwert ist mit den realen Betriebsstunden des Standorts zu bestimmen.

Wie stark wirkt der Energiepreis

Energie ist die volatilste Position der variablen Kosten. Rechnen Sie mit mindestens zwei Energieszenarien und nutzen Sie die Spanne zwischen beiden Ergebnissen als Entscheidungsbereich statt einer Einzelzahl.

Reduzieren Sie die Entscheidung nicht auf eine Zahl, sondern schreiben Sie drei Szenarien für Auslastung und Deckungsbeitrag. Passt selbst der ungünstigste Fall noch in die Finanzierungslaufzeit, ist die Rechnung belastbar. Senden Sie uns Ihre Standortdaten, dann legen wir die Konfiguration gemeinsam aus.

Definitionen technischer Begriffe: Glossar

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