VSI-Brecher auswählen: Prallprinzip, Kornform und Leistungsgrenzen

Soll aus sehr hartem Material Sand erzeugt werden, denkt man zuerst an den Vertikalwellen-Prallbrecher. Derselbe Brecher wird auch eingesetzt, um Hartgestein auf Splittgröße zu zerkleinern.

Was diesen Brecher von anderen unterscheidet, ist die Art, wie er das Material bricht. Ein um eine senkrechte Achse drehender Rotor beschleunigt die Körner auf hohe Geschwindigkeit und schleudert sie gegen Ambosse oder gegen ein Bett aus eigenem Material, das sich im Gehäuse aufbaut; der Bruch entsteht durch Aufprallenergie, nicht durch Druck. Deshalb zeigt sich die eigentliche Wirkung eines VSI weniger in der Zerkleinerung als in der Kornform.
Kurz gesagt: Ziel ist das Formen, nicht bloß das Verkleinern.
Der VSI der GNR-Serie leistet mit einem Rotordurchmesser von 700–900 mm 45–210 t/h und benötigt 90–400 kW. Die maximale Aufgabegröße liegt bei 55 mm; gröberes Material muss in der vorherigen Brechstufe verkleinert werden. Typische Einsatzbereiche sind Kalkstein, Basalt und Dolomit aus dem Steinbruch, die Herstellung von Sand, Splitt und Kies, die Glasindustrie sowie nasse oder klebrige Materialien.
Soll die gesamte Linie mobil sein, arbeitet der GNR-MVSI 900 nach demselben Prinzip: Er liefert bei 90-180 t/h ein Produkt von 0-20 mm und trägt sein eigenes 850-kVA-Generatoraggregat. Da das Gestein-auf-Gestein-Prinzip Verschleiß und Ersatzteilkosten niedrig hält, wird eine VSI-Stufe in Brüchen mit Nachfrage nach Brechsand meist als letztes Glied der Linie ergänzt.
Definitionen technischer Begriffe: Glossar




