So arbeitet eine Bentonit-Mahllinie: Trocknung, Mahlung, Sichtung und Einsatzgebiete

Als Bentonit-Mahlanlage bezeichnet man die Produktionslinie, die den im Tagebau gewonnenen Bentonit zuerst trocknet und anschließend auf die angestrebte Feinheit mahlt. Die bekannteste Anwendung dieses Minerals ist die Bohrtechnik: Bentonit dickt die Bohrspülung an, sodass das beim Bohren entstehende Bohrklein an die Oberfläche getragen wird, und verhindert, dass im Bohrloch Wasser verloren geht.

Eine Linie für Bentonit sieht anders aus als eine Linie für Gesteinskörnung. Bei diesem tonartigen Material geht es nicht darum, Brocken zu brechen, sondern die Feuchte zu entziehen und das Material zu Pulver zu verarbeiten; Trockner und Sichter bestimmen das Ergebnis daher ebenso stark wie ein Brecher. Eine typische Linie besteht aus Aufgabesilos, einer Pendelmühle, einem Trockenofen und Absackmaschinen.
Die Feuchte ist die empfindlichste Größe der Linie.
Ton, der nass aus dem Abbau kommt, verklumpt in der Mühle und setzt die Sieböffnungen zu. Deshalb steht die Trocknungsstufe vor der Mahlung: Ob das Produkt seine Zielfeinheit erreicht, hängt davon ab, dass zuvor seine Feuchte gesenkt wird.
Über die Bohrtechnik hinaus hat Bentonit ein breites Einsatzspektrum: Bindemittel im Gießereisand, Katzenstreu, Abdichtung von Dammfundamenten und Böden, Pelletierung von Eisenerz, Tierfutter, Bleichen von Speiseölen, Klärung von Wein und Fruchtsaft, Zusatz für Zement und Keramik sowie Abwasserreinigung gehören dazu. Da jede dieser Anwendungen eine andere Feinheit verlangt, entscheiden die Feuchte des Materials und die Zielfeinheit darüber, welche Stufen die Anlage braucht.
Definitionen technischer Begriffe: Glossar


