Aufbau einer stationären 110er Brech- und Siebanlage in Relizane, Algerien

In einem Steinbruch in der Region Relizane in Algerien hat die Montage der stationären 110er Brech- und Siebanlage begonnen, die wir in unserem Werk gefertigt und zur Baustelle transportiert haben. Die Linie ist als schwere Konstruktion ausgelegt, die viele Jahre am selben Standort arbeiten soll, und wird nach der Inbetriebnahme 250 – 300 Tonnen Gestein pro Stunde brechen und klassieren.

Der Aufbau umfasst drei Brechstufen. Die groben Blöcke aus dem Abbau nimmt zuerst der 110er Primär-Backenbrecher auf; der DMK03-Sekundärprallbrecher zerkleinert dieses Material anschließend eine Stufe weiter. Am Ende der Linie steht ein VSI 900 Vertikalwellenbrecher, der den Anteil an Sand 0-3 mm erhöhen soll. Körner, die noch größer als 25 mm sind, laufen über ein Rücklaufband erneut in den Vertikalwellenbrecher, sodass das Endprodukt in der gewünschten Größe und mit guter Kornform anfällt.
Auf der Baustelle gilt eine feste Reihenfolge. Zuerst werden Fundament und Rahmen vorbereitet, dann die Brecher gesetzt, die Bandstrecke verlegt, die Siebe angeschlossen und zum Schluss Elektrik und Automatisierung in Betrieb genommen. Da jede Verzögerung den nächsten Schritt aufhält, haben wir den Montageplan zusammen mit dem Versandplan erstellt.
In dieser Leistungsklasse setzt meist das Sieb die tatsächliche Grenze der Linie.
Ganz gleich, wie viel Material die Brecher liefern: Kann das Siebdeck diesen Strom nicht trennen, staut es sich vor dem Sieb und die gesamte Linie wird langsamer. Deshalb haben wir Brecherleistung und Siebfläche schon in der Planungsphase aufeinander abgestimmt.
Betriebe, die Sand und kubische Körnung herstellen wollen, setzen als letzte Stufe einen Vertikalwellenbrecher ein. Diese Maschinenfamilie arbeitet im Bereich von 45–210 t/h, nimmt Aufgabegut bis 55 mm an und läuft mit 90–400 kW; ihre Aufgabe ist weniger das Zerkleinern als vielmehr eine saubere, gleichmäßige Kornform.
Definitionen technischer Begriffe: Glossar




