Aus welchen Maschinen besteht eine Brechanlage? Ausrüstung und Projektablauf

Stellt man sich eine Brechanlage in ihrer einfachsten Form vor, treten vier Grundausrüstungen in den Vordergrund. Das Material wird zuerst in den Bunker-Aufgeber gekippt, gelangt von dort in den Primärbrecher (meist einen Backenbrecher), das gebrochene Gestein wird über Förderbänder weitertransportiert und schließlich auf einem Schwingsieb nach Korngrößen getrennt.
Die Anlagen werden mit robuster Ausrüstung gebaut, die harten Einsatzbedingungen standhält. Sollen eine bessere Produktqualität und eine höhere Leistung erreicht werden, wird dieser Grundaufbau erweitert: Ein Primär-Backen- oder Prallbrecher übernimmt die erste Zerkleinerung, danach kommt ein Sekundärprallbrecher hinzu, der das Material weiter verfeinert. Bei Bedarf lassen sich Ausrüstung und Kapazität der Anlage mit zusätzlichen Einheiten wie Vorratsbunkern vergrößern.
Wie wird eine Anlage geplant und gefertigt?
Die Planung beginnt damit, das zu verarbeitende Material kennenzulernen. Zunächst werden Art und Größe des zu brechenden Gesteins, die gewünschten Endkorngrößen und deren Anteile festgelegt. Danach wird entsprechend der vom Kunden geforderten Leistung ein Aufstellungsplan erstellt; dabei werden auch die Umgebung des Standorts und die Größe der Produktionsfläche berücksichtigt.
Sobald die Aufstellung feststeht, erstellt die technische Zeichenabteilung nacheinander die Fertigungszeichnungen der Maschinen und gibt sie an die Produktion weiter. Im gleichen Zeitraum erhält der Kunde die Fundament- (Beton-)pläne der Anlage, sodass er die Betonarbeiten vor Ort erledigen kann, während im Werk noch gefertigt wird. Ist die Produktion abgeschlossen, reist das Montageteam zur Baustelle, baut die Anlage auf, und nach den Testläufen wird die Anlage in Betrieb genommen.

Definitionen technischer Begriffe: Glossar




