Arbeiten in der Höhe Bühnen und Geländer Brechanlage

Die Absturzgefahr verteilt sich an einer Brechanlage nicht gleichmäßig. Sie ballt sich auf der Siebbühne, rund um die Brecheraufgabe, an Bunkerkanten und auf den Bandstegen, und genau dort findet Instandhaltung am häufigsten statt. Die Frage nach Arbeiten in der Höhe Bühnen und Geländer Brechanlage gehört deshalb in die Anlagenplanung und nicht in eine Liste nachgerüsteter Zubehörteile: wo die Bühne liegt, mit welcher Neigung der Aufstieg geführt wird und nach welchen Maßen das Geländer entsteht.
Zuerst klären, wann ein Geländer nötig ist
Nicht jede erhöhte Fläche braucht ein Geländer, der Auslöser ist maßlich definiert. Schutz wird erforderlich, sobald die Absturzhöhe 500 mm übersteigt oder der Abstand zwischen Bühne und benachbarter Konstruktion 180 mm überschreitet. Beide Schwellen zahlen sich in der Praxis aus: Ein schmales Blech neben einem Siebrahmen ist wegen dieses Spalts häufig eine geländerpflichtige Fläche, wird vor Ort aber selten so gesehen. Gemessen wird ab der Trittfläche, nicht ab der Oberkante des Tragprofils.
Arbeiten in der Höhe Bühnen und Geländer Brechanlage: die Maße
| Bauteil | Kriterium | Wert |
|---|---|---|
| Holm | Höhe über der Trittfläche | mindestens 1100 mm |
| Treppenhandlauf | Höhe über der Stufenvorderkante | 1000-1100 mm |
| Knieleiste | Lichter Abstand zum Holm und zur Fußleiste | höchstens 500 mm |
| Fußleiste | Höhe | mindestens 100 mm |
| Fußleiste | Abstand zur Trittfläche | höchstens 12 mm |
| Fußleiste erforderlich | Spalt zur benachbarten Konstruktion | über 20 mm |
| Geländer erforderlich | Absturzhöhe | über 500 mm |
| Geländer erforderlich | Spalt zur benachbarten Konstruktion | über 180 mm |
| Treppe | Neigungswinkel zur Waagerechten | 20-45 Grad |
| Stufenleiter | Neigungswinkel zur Waagerechten | 45-75 Grad |
| Ortsfeste Steigleiter | Neigungswinkel zur Waagerechten | 75-90 Grad |
Die Neigungsklassen beenden die meisten Diskussionen. Ob ein Zugang als Treppe oder als steiler Aufstieg gilt, entscheidet der Winkel und nicht die Gewohnheit der Mannschaft; mit der Klasse ändern sich Handlaufführung, Auftritt und Rückenschutz.
Den Aufstieg in der richtigen Klasse bauen
Die häufigste Abweichung ist ein aus Platzmangel steiler als 45 Grad gesetzter Lauf, der dennoch wie eine gewöhnliche Treppe ausgerüstet wird. Mit wachsendem Winkel muss der Benutzer beim Abstieg der Konstruktion zugewandt bleiben, was Griffanordnung, Auftrittstiefe und Podestgestaltung verändert. Reicht der Platz nicht, lautet die Lösung nicht steiler, sondern ein zusätzliches Podest, das den Aufstieg teilt. Wer Werkzeug oder ein Bauteil trägt, hält auf einem steilen Aufstieg keine drei Kontaktpunkte; der Materialtransport wird über Hebezeug oder einen kleinen Lastenaufzug gelöst.
Persönliche Ausrüstung ersetzt kein Geländer
Auffanggurt und Anschlageinrichtung gehören zu Ausnahmestellen, an denen ein ortsfestes Geländer nicht möglich ist; auf einer regelmäßig begangenen Bühne hat die feste Absturzsicherung stets Vorrang. Wird ein Auffangsystem eingesetzt, sind drei Punkte gemeinsam zu klären: Lage und Tragfähigkeit des Anschlagpunkts, der erforderliche Gesamtfreiraum einschließlich freiem Fall und Abbremsweg, sowie die Rettung einer hängenden Person. Der dritte Punkt fehlt in den meisten Betrieben, und die Unfähigkeit, jemanden geplant abzulassen, macht aus einem Sturz ein weitaus längeres Problem.
Die Bühne nach der Arbeit bemessen
Die Bühnenbreite richtet sich nach der dort ausgeführten Arbeit. Beim Belagswechsel arbeiten zwei Personen nebeneinander, und der ausgebaute Belag liegt vorübergehend auf der Bühne; eine Breite, die nur den Durchgang erlaubt, genügt nicht. Ebenso muss die Bühne an der Brecheraufgabe den Bewegungsraum der Räumstange umfassen. Anschlagpunkte oder eine Monorail für nach oben zu transportierende Bauteile werden in der Planung vorgesehen; nachträglich montierte Hebezeuge sitzen meist über der falschen Stelle. Bei ortsfesten Anlagen erleichtert das frühe Klären dieser Details auch die Aufstellung, sodass Bühnen in einer Anordnung nach Steinbruch Stationäranlage den Produktionsfluss nicht durchschneiden.
Staub, Eis und Öl gehören in die Rechnung
Trittflächen bleiben in einer Brechanlage nie sauber. Feinstaub, Eis im Winter und austretendes Öl machen aus einer rechnerisch geeigneten Bühne eine rutschige Fläche. Deshalb werden Gitterroste bevorzugt, Gefälle so ausgeführt, dass Wasser und Staub nicht stehen bleiben, und Stufen mit rutschhemmender Vorderkante versehen. Aus demselben Grund bleibt unter der Bühne ein Zugang zur Reinigung; eine nicht zu reinigende Bühne erhöht mit der Zeit ihre Last und bildet eine unsichtbare Korrosionszone.
Prüfen mit dem Maßband
Die Prüfung von Höhenarbeitsplätzen ist eine Messaufgabe. Ein Rundgang erfasst Geländerhöhe, Abstände der Knieleisten, Höhe der Fußleiste, Neigungswinkel und Bühnenbreite, jeweils mit Datum. Schweißnahtrisse, Korrosion und lose Verbindungen werden im selben Gang sichtgeprüft. Diese Aufzeichnung ordnet die Mängel und belegt zugleich die durchgeführten Verbesserungen. Der weitere betriebliche Zusammenhang ist unter Arbeitssicherheit ausgeführt.
Häufige Rückfragen
Müssen vorhandene Geländer mit 1000 mm ersetzt werden?
Die Reihenfolge richtet sich nach dem Risiko. Stellen mit den schwersten Sturzfolgen werden zuerst erhöht, als geplantes Programm statt als gleichzeitiger Austausch.
Ersetzen Kette oder Seil ein Geländer?
Auf ortsfesten Zugängen nicht. Eine Kette kommt nur an vorübergehenden Öffnungen und mit Zusatzmaßnahmen in Betracht, da der Durchhang die wirksame Höhe senkt.
Gelten andere Maße bei mobilen Anlagen?
Die Logik bleibt, die Ausführung ändert sich. Klappgeländer müssen in Gebrauchsstellung verriegelt und die Verriegelung muss erkennbar sein.
Gern gehen wir Bühnen und Aufstiege Ihrer Anlage mit einer Messliste durch und helfen, daraus ein nach Dringlichkeit geordnetes Verbesserungsprogramm zu machen.
Definitionen technischer Begriffe: Glossar




